Lesezeichen aus dem “Karthäuser” März 2019

Nachdem das Monatsmagazin “Der Karthäuser” bereits in seiner Februar-Ausgabe Aufklärung betrieben hatte und alle Seiten zu Wort kommen lies, befasst sich ein Artikel in der März-Ausgabe mit der neu zu gründenden “Freien Liste Schupp”. Lesen Sie selbst …

Birgit Hoernchen und Torsten Schupp stellen eigene Liste auf

Noch-FDPler treten mit großer Mannschaft als „Freie Liste Schupp“ am 26. Mai zur Kommunalwahl an

Die beiden Noch-Fraktionsmitglieder der FDP haben sich nach dem Eklat („Der Karthäuser“ berichtete) in ihrer bisherigen Partei entschlossen, eine eigene Liste aufzustellen und am 26. Mai unter dem Namen „Freie Liste Schupp“ (FLS) als „ehrliche Option für Koblenz“ ins Rennen um die 56 zu vergebenen Stadtratssitze anzutreten.

Zuvor hatten der 48jährige Friseurmeister und die 57jährige Kauffrau Möglichkeiten abgewogen, ob man sich gemeinsam einer anderen Gruppierung anschließen kann. Doch da die FBG bereits ihre Liste aufgestellt und geschlossen hatte, gab es für die beiden engagierten Koblenzer hier keine Möglichkeit überhaupt für den Rat zu kandidieren. Eine weitere Option, die „Schängel für Koblenz“ erwiesen sich letztlich auch als nicht umsetzbar, da die SFK ihre Vereinsauflösung bereits beschlossen hatte und nicht mehr bei der Kommunalwahl antreten wird. Somit blieb den beiden die Möglichkeit, eine eigene, freie Liste aufzustellen und mit einer breit aufgestellten Gruppierung, bestehend aus einigen ehemaligen Ratsmitgliedern und anderweitig engagierten Personen aus der Stadt, am 26. Mai ins Rennen zu gehen. Stand heute, konnten bereits rund 50 Personen für diese Liste gewonnen werden, darunter auch Namen wie die Obermeisterin der Schneider-Innung EvaMaria Weber-Ihden, die Rechtsanwältin und Vorsitzende des Stadtsportverbandes Britt Gutmann, Kaufmann Heinz Hoernchen oder der aus der FDP ausgetretene Rüdiger Neitzel. Aber auch bekannte Koblenzer Geschäftsleute wie Daniel Klaus (Unabux), Frank Löhr (Gerüstbau Löhr) oder Joachim Böning (Motorrad Böning) finden sich auf der Liste wieder.

„Die Zeit für eine solche Freie Liste ist eigentlich sehr gut, wo doch gerade die Altparteien immer mehr an Zuspruch verlieren, da sie sich eben weit von ihren Wählern entfernt haben. Und auf kommunaler Ebene sieht es ja oftmals nicht anders aus. Was wurde vor den Wahlen nicht schon alles versprochen, und was wurde wirklich eingehalten“, weiß Birgit Hoernchen und blickt optimistisch auf die Wahl im Mai. „Wir beide haben immer nach dem Prinzip ‚Erst der Bürger, dann das Parteibuch‘ gearbeitet, und genau das soll auch weiter unsere Devise sein, auch wenn wir das Parteibuch ja letztlich gar nicht mehr besitzen“, verspricht der namensgebende Spitzenkandidat der „Freien Liste Schupp“. „Mehr Koblenz kann man am 26. Mai wirklich nicht wählen, denn wir unterliegen keinen Parteizwängen, bei uns sind quasi alle Koblenzer die Partei. Von ihnen wollen wir gewählt werden und für diese wollen wir dann auch Politik machen“, erklärt FLS-Ratskandidat Rüdiger Neitzel.

„Die Koblenzer haben es also selbst in der Hand, die politische Richtung am Deutschen Eck in eine vielleicht revolutionäre Bürgerbewegung zu steuern, ohne Parteiklüngel – kompetent, bürgernah, transparent, ehrlich und aus der Mitte der Gesellschaft“, sieht auch Ratskandidat Heinz Hoernchen Potential für die „Freie Liste Schupp“.

Am 7. März um 19 Uhr findet die öffentliche Aufstellung der Liste im Brauereiausschank der Koblenzer Brauerei statt.

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