Koblenz Cup: Mehrwegbecher statt Müll

„Koblenz-Cup“
Mehrwegbecher statt Müll

Kaffeegenuss unterwegs ohne Müll – immer mehr Städte setzen auf Alternativen zum Einwegbecher.

Vor über einem Jahr beantragte Ratsmitglied Torsten Schupp die Einführung eines „Koblenz-Cups“ als Mehrwegbecher für Kaffee, zur Vermeidung von Müll in der Innenstadt. Schupp: „Man könnte z. B. seinen Kaffee zum Mitnehmen in diesem Becher kaufen, zahlt einen Euro Pfand und kann den leeren Becher in allen mitmachenden Geschäften zurückgeben. Anschließend wird der Becher gespült. Bei jedem Einsatz wird ein Wegwerfbecher gespart.“

Die Verwaltung hatte nun hierzu weitere Informationen eingeholt und auch die Kosten geprüft. Hierfür besuchten einige Ratsmitglieder zusammen mit dem Koblenzer Entsorgungsbetrieb die Städte Mannheim und Heidelberg, die bereits mit einem Mehrwegsystem für den „Coffee-to-go“ arbeiten. In Mannheim wurde ein neues Mehrwegsystem unter dem Motto „Bleib deinem Becher treu“ mit einem Pfandsystem mit Becherrückgabe und Wertmarken eingeführt. In Heidelberg gibt es mittlerweile 31 Standorte, die sich am Pfandsystem beteiligen. Online kann man anhand einer Becherkarte die Standorte der Betriebe einsehen und dort eine Liste dazu herunterladen.

Die FLS-Fraktion regt an, dass auch Koblenz bald ein Pfandsystem einführt, um die Müllmenge zu verringern, und den Kunden eine umweltfreundliche Alternative zu bieten. Stadträtin Birgit Hoernchen: „In Deutschland werden jede Stunde 320.000 Einwegbecher für den „Coffee-to-go“ verbraucht. Im Jahr sind das fast drei Milliarden Becher. Einwegbecher lassen sich nicht recyceln, bedeuten einen riesigen Verbrauch an Rohstoffen und Energie und sie werden zu einem Müllproblem.“ Schupp: „Auch in Koblenz sieht man immer wieder vollgestopfte Abfalleimer mit Müll, der daneben liegt und u. a. mit Bechern verschmutzte Grünflächen und Straßenränder. Wir wollen dazu beitragen, dass unsere Stadt sauberer wird!“